Das System der gesetzlichen Sozialversicherungen geht bis auf die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Jeder Erwerbstätige sollte in eine Renten-, Kranken- und Arbeitslosigkeitsversicherung einzahlen. Im Sinne einer Solidaritätsgemeinschaft sollten dann die Leistungsempfänger von den Einzahlern profitieren. Bei der Rentenversicherung bedeutet dies eine Art Generationenvertrag. Die junge Generation finanziert mit ihren Einzahlungen die Renten der älteren Generation.

Bis Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts funktionierte dieser Generationenvertrag. Geburtenstarke Jahrgänge und eine florierende Konjunktur sorgten für gut gefüllte Rentenkassen. Im Zuge des demografischen Wandels hat sich auch das System der Rentenversicherung gewandelt. Waren es früher drei Arbeitnehmer, die eine Rente finanzierten, so wird in Zukunft ein Arbeitnehmer drei Rentner finanzieren müssen. Das System ist damit in eine eindeutige Schieflage geraten. Vorruhestandsregelung mit immer jüngeren Rentnern, die immer länger ihre Rente genießen, verschärfen diese Situation noch.

Die Konsequenzen für die derzeit erwerbstätige Bevölkerung liegen auf der Hand. Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden in Zukunft schmaler ausfallen. Sie werden nicht mehr ausreichen, um den Rentner im Alter zu ernähren. Die gesetzliche Rentenversicherung ist heute nur noch eine von drei Säulen der Altersversorgung. Eine immer größere Bedeutung nehmen die betriebeiche und die private Alterversorgung auch Private Rentenversicherung genannt ein. Neben der Rieserrente gibt es die Rüruprente über die man sich aber im vorhinein eine Renteninfo einholen sollte. Denn nicht jede private Rentenform ist für jeden geeignet. Private Altersvorsorge muss stets an die persönlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Diskutiert wird zudem immer wieder die Kopplung der Rentenversicherung an den Faktor Arbeit. Unternehmen mit einem hohen Personalkostenanteil zahlen überproportional viel in die Rentenkasse ein. Denn der Arbeitgeber leistet einen ebenso hohen Beitrag in die Rentenkasse wie der Arbeitnehmer. Rationalisierung und Investition in Maschinen hilft hier zumindest Lohnnebenkosten zu sparen. Untersuchungen belegen, je höher die Lohnnebenkosten, um so geringer ist die Neigung der Arbeitgeber neue Arbeitsplätze zu schaffen. Eine wesentlich größere Bedeutung hat jedoch die konjunkturelle Entwicklung. Sind Aufträge vorhanden werden auch Arbeitsplätze geschaffen.

Eine spezielle Form der Rente stellt die Riester Rente dar. Mehr dazu auf www.monetos.de